Der Kirchturm, der mitten aus dem Reschensee ragt, stammt aus dem 14 Jahrhundert. Er ist Zeuge der Zerstörung der Dörfer des Obervinschgaus durch die Seestauung von 1950. Ursache für diese Seestauung war ein rücksichtsloses Stauprojekt. Hier breitete sich einst blühende Landschaft aus, mit dem malerischen Dorf Graun. Über die Hälfte der 650 Bewohner von Graun mussten in die Fremde ziehen, rund 1000 Menschen waren von der Katastrophe betroffen. Im Gemeindemuseum in Graun wird die Geschichte zur Seestauung anschaulich dargestellt. Außerdem sind sakrale Gegenstände und alte bäuerliche Gebrauchsgegenstände zu besichtigen.